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Was zieht man bei einer Herbstwanderung an? Das Drei-Schichten-Prinzip

Du startest in der Kühle, schwitzt im Aufstieg und kommst oben im Wind an. Im Herbst ändert sich derselbe Tag in den Bergen dreimal: So ziehst du dich an, um dich von Anfang bis Ende wohlzufühlen, ohne den Rucksack vollzustopfen.

Team McKee's4 min di lettura · Aggiornato a ottobre 2026
Coppia di escursionisti vestiti a strati su un sentiero di montagna in autunno

Der Herbst ist eine der schönsten Jahreszeiten zum Wandern in den Bergen: weniger Menschen auf den Wegen, klare Luft, Wälder, die ihre Farbe wechseln. Es ist aber auch die Jahreszeit, in der man sich am leichtesten falsch anzieht, denn am selben Tag geht es von der Kälte am Morgen über die Wärme im Aufstieg bis zum Wind in der Höhe. Die Antwort auf die Frage, was man bei einer Herbstwanderung anzieht, ist keine dicke Jacke, sondern das Zwiebelprinzip.

Warum man sich im Herbst oft falsch anzieht

  • Der Morgen ist kalt. Man startet früh und oft im Schatten, bei Temperaturen deutlich unter denen, die einen mittags erwarten.
  • Weiter oben ist es kälter. Unter normalen Bedingungen sinkt die Temperatur um etwa 0,6–0,65 °C pro 100 Höhenmeter. Wenn es also im Tal auf 1.000 Metern 12 °C hat, können es auf 2.000 Metern nur noch etwa 6 °C sein.
  • Im Aufstieg schwitzt man. Die Anstrengung wärmt und der Schweiß durchnässt die Schicht auf der Haut.
  • Sobald du stehen bleibst, kühlst du aus. Am Gipfel oder bei der Pause entziehen Schweiß und Wind dem Körper in wenigen Minuten die Wärme.
  • Die Tage sind kürzer. Die Sonne geht früher unter und mit ihr die Temperatur: Prüfe vor dem Start immer die Uhrzeit des Sonnenuntergangs.

Das Drei-Schichten-Prinzip

Nach dem Zwiebelprinzip anziehen bedeutet, dünne Teile zu tragen, die jeweils eine andere Aufgabe haben und je nach Moment an- oder ausgezogen werden.

1. Die Basisschicht: hält trocken

Sie liegt direkt auf der Haut. Ihre Aufgabe ist es, den Schweiß abzuleiten und schnell zu trocknen. Ideal ist ein Funktionsshirt aus Kunstfasern oder mit Merinowolle: für sie Astrid 2.0 aus atmungsaktivem, geruchshemmendem Merino-Mix; für ihn Jorek aus eng anliegendem, elastischem Merino-Blend, der Feuchtigkeit reguliert und die Haut trocken hält.

2. Die Zwischenschicht: hält warm

Sie speichert die Körperwärme, ohne schwer zu sein. Im Herbst am praktischsten ist ein Fleece oder Microfleece mit Reißverschluss, das man im Aufstieg öffnet und am Gipfel schließt. Für sie Aconcagua 2.6, ein Stretch-Microfleece mit Windschutz am Reißverschluss; für ihn Hyder 2.6, ein Stretch-Microfleece mit halbem Reißverschluss und 320 Gramm. An kälteren Tagen eignet sich statt oder über dem Fleece eine leichte Wattierte wie Agrigan 2.6, winddicht und wasserabweisend.

3. Die Außenschicht: schützt vor Regen und Wind

Das ist die wasserdichte, atmungsaktive Hardshell. Oft bleibt sie stundenlang im Rucksack, doch wenn Regen oder Wind am Grat kommen, macht sie den Unterschied. Brandon 2.6 und Attica 2.6 haben eine Wassersäule von 20.000 mm, eine Atmungsaktivität von 10.000 MVP und getapte Nähte.

So nutzt du die Schichten im Lauf des Tages

  1. Beim Start: Basis + Wärmeschicht. Wenn es sehr kalt ist, für die ersten Minuten auch die Hardshell.
  2. Im Aufstieg: Zieh die Wärmeschicht aus, bevor du zu schwitzen beginnst, nicht danach. Lieber etwas fröstelnd losgehen.
  3. Am Gipfel und in den Pausen: Zieh sofort die Wärmeschicht und bei Wind die Hardshell an. Zieh dich an, bevor dir kalt wird.
  4. Im Abstieg: Man schwitzt weniger und geht langsamer: Lass die Wärmeschicht geschlossen.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Baumwolle direkt auf der Haut. Ein Baumwoll-T-Shirt saugt den Schweiß auf und trocknet langsam: In der Pause bleibt es nass und kalt.
  • Eine einzige dicke Jacke. Im Aufstieg zu warm, du ziehst sie aus und bist ungeschützt. Drei dünne Schichten sind vielseitiger als ein dickes Teil.
  • Kopf und Hände vergessen. Leichte Mütze, dünne Handschuhe und Halswärmer wiegen fast nichts und machen am Gipfel einen großen Unterschied.
  • Zu leichte Hosen oder Jeans. Besser eine elastische, mittelschwere Trekkinghose: Arkell 2.6 zum Beispiel ist für Temperaturen zwischen +5 °C und +16 °C gedacht.

Was im Herbst in den Rucksack gehört

  • Die Wärmeschicht, wenn du sie nicht trägst
  • Die wasserdichte Hardshell
  • Mütze, leichte Handschuhe und Halswärmer
  • Wasser und etwas Warmes in der Thermosflasche
  • Eine Stirnlampe: Bei kurzen Tagen kann sie auf dem Rückweg nützlich sein
  • Ein geladenes Handy und eine offline gespeicherte Karte

Die komplette Liste findest du in Was gehört in den Rucksack für eine Tageswanderung?.

Suchst du eine Idee, um die drei Schichten zu testen? Der Sorapis-See Ende September ist perfekt: Wald im Schatten, sonniges Felsband und Pause am See.

Kurz gesagt

  1. Schnell trocknende Basis, warme Schicht mit Reißverschluss, wasserdichte Hardshell im Rucksack.
  2. Ausziehen, bevor du schwitzt – anziehen, bevor dir kalt wird.
  3. Keine Baumwolle auf der Haut, und Mütze und Handschuhe nicht vergessen.
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